Roland Rechtsschutz: Erst falsch, dann beleidigt

Fachanwalt Verkehrsrecht
Busch & Kollegen Rechtsanwälte-Fachanwälte
52525 Heinsberg
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gelesen: 14288 , heute: 8 , zuletzt: 27. September 2016

Beitrag vom 18.02.2009:

Es hat seinen guten Grund, dass manche Rechtsschutzversicherungen überproportional häufig im RSV-Blog auftauchen. Die Roland Rechtsschutzversicherung hat sich da traurigerweise einen festen Stammplatz erobert. Auch mir ist diese Versicherung weniger durch seriöse und dem Kundeninteresse zugeneigte Versicherung bekannt, sondern mehr als Vergütungsverhinderer. Die für beide Seiten wünschenswerte reibunslose Abwicklung eines Leistungsfalls läßt sich mit dieser Versicherung fast nicht erreichen.

In einem Fall war dem Mandanten vorgeworfen worden, sich unerlaubt vom Unfallort entfernt zu haben. Der Roland Rechtsschutzversicherung wurde nach Erteilung der Deckungszusage eine Vorschuß-/Vergütungsrechnung gesendet, in dem auch die Gebühr gem. Nr. 4141 VV RVG enthalten war. Nach der klaren Aussage in § 9 RVG kann der Anwalt einen Vorschuß in Höhe der zu erwartenden Vergütung verlangen – und dazu zählt auch die Befriedungsgebühr. Roland rechnete den Vorschuß natürlich erst einmal ohne diesen Gebührentatbestand ab und fragte dann einfach dreist nach der Einstellungsverfügung und inwiefern wir an einer Einstellung mitgewirkt hätten (und das bei einer Vorschußrechnung!). Nach entsprechenden Hinweis auf § 9 RVG sah sich der Roland immer noch  nicht in der Lage, die Gebühr zu bezahlen. Ich habe mich darauf hin beim Vorstand der Versicherung über die in meinen Augen unseriöse Bearbeitung beschwert. Mit einiger Wortakrobatik wird im Antwortschreiben zu erklären versucht, warum die Befriedungsgebühr keine Gebühr ist, die voraussichtlich entsteht. Der Tonfall läßt dann auch eher darauf schließen, dass man widerwillig und beleidigt die Restzahlung vornimmt, nicht ohne zugleich Drohgebärden auszusprechen. Das ist ganz schlechter Stil.

Das Antwortschreiben kann hier als PDF-Datei heruntergeladen werden. Es spricht für sich.

Update 10.03.2011:

Zum wiederholten Male fällt die Roland Rechtschutzversicherung mit unprofessionellem Verhalten bei der Zahlung eines Vorschusses auf. Ich finde es schon befremdlich, dass offensichtlich ohne eine Mahnung nichts gezahlt wird. Dann wird die Vergütungsrechnung um die angesetzte Befriedungsgebühr gekürzt – grundlos. Dabei habe ich noch nicht einmal die Gebühren für das gerichtliche Verfahren vorschussweise verlangt, obwohl ich das könnte. Der Mandant ist übrigens dort seit Jahrzehnten versichert und hat nur einen Versicherungsfall bislang gehabt. So geht man also mit treuen Kunden um.

(C) Vorschaubild Ernst Rose/pixelio.de, 383088_R_K_by_Ernst-Rose_pixelio.de


Kommentare

  • 21. September 2009, RA Nils Finkeldei, Bottrop schrieb: Sehr geehrter Herr Kollege Frese,

    Ich bin Rechtsanwalt in Bottrop und habe mit der Roland Versicherung die gleiche Erfahrung machen müssen. Es stellt sich immer wieder die Frage, ob man den Streit über die Entstehung der Gebühr nach Nr. 4141 VV RVG schon im Vorfeld oder – aus ökonomischen Gründen – erst bei der Schlussabrechnung austragen sollte. Ich gehe mittlerweile den zweiten Weg.

  • 30. April 2010, Ingeborg schrieb: Die Leute, die die selbe bittere Erfahrung haben, sind ja zu viel. Etwas muss man unbedingt verändern

(C) RA FRESE, http://www.ra-frese.de

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Quelle: http://ra-frese.de/

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1 Kommentar zu „Roland Rechtsschutz: Erst falsch, dann beleidigt“

  1. Das Antwortschreiben ist schon frech. Vor allem der Hinweis auf den Rückforderungsvorbehalt ist ebenso unnötig wie geschmacklos. Also ich muss für meinen Teil sagen, dass ich mit der Roland bislang noch keine Probleme hatte. Das mag aber Zufall sein.

    Ich kann zu der ganzen Problematik um die Leistungseinstellung verschiedener Versicherer auch sagen, dass mir aufgefallen ist, dass ich das empirisch nicht am Versicherer sondern vielmehr an der Haltung des jeweiligen Sachbearbeiters festmachen kann. Ich habe da so einen Sachbearbeiter regelmäßig auf der „Man-kann-schon-fast-sagen-Gegenseite“, der bei einem eigentlich sehr guten Rechtsschutzversicherer beschäftigt aber persönlich ganz außerordentlich heftig mit dem Klammerbeutel gepudert ist, was auch schon vielen anderen Kollegen aufgefallen ist. Also die Klage durchzukriegen ist oft leichter als dem eine Deckungszusage abzuringen.

    Beispiel:
    Einmal, im Ferienlager :-), kam ein Mandant an, der irgendwelche Viagra – Generika aus Indien bestellt hatte. Resultat: Beschlagnahme durch den Zoll. Da dem Mann nicht klarzumachen war, dass er die Kohle von dieser indischen Firma nicht wiedersieht und er vielmehr darauf bestand, dass ich ein Anspruchsschreiben mache, habe ich ihm diesen Gefallen getan (auf Englisch). Konsequenz: 46,41 € Kostenrechnung. Eine Zahl, die jeder Rechtsanwalt kennt und die sich auf meinem nächsten Nummernschild wiederfinden wird. RA 4641 :-).

    Anstatt dass mir dieser lachhafte Betrag dann gezahlt worden wäre, wurde vorgetragen, dass bei Gerichtsstand in Indien keine Deckung besteht.
    So ein Quatsch! Erstens war der Gerichtsstand in Deutschland und zweitens habe ich dann einfach die Erstberatungsgebühr (100 € gemäß Abkommen mit dem RSV) abgerechnet.
    Daraufhin wurden dann anstandslos 46,41 € gezahlt. Ein Traum!

    Anderes Beispiel (kein Scherz): Ich bitte um Deckungszusage für eine Widerklage in einem laufenden Prozess. Reaktion: Gibt’s nicht! Ich soll die rechtskräftige Entscheidung abwarten und ANSCHLIEßEND Widerklage erheben. Ähm …

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