Kein Mitverschulden bei Radfahrern ohne Fahrradhelm

Fachanwalt Verkehrsrecht
Spier, Krafeld & Meißner, SKM-Rechtsanwälte
33602 Bielefeld
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gelesen: 41881 , heute: 2 , zuletzt: 9. Dezember 2016

Das Landgericht München II  hat ein spannendes Urteil zugunsten von Radfahrern gefällt, die Opfer eines Verkehrsunfalles geworden sind und dabei ohne Helm unterwegs waren. In der Entscheidung vom 07.03.2011 – AZ 5 O 1837/09 gelangte das Gericht zu dem Ergebnis, dass der Radfahrer, der ohne Fahrradhelm fährt, sich kein Mitverschulden anrechnen lassen muss. Begründet wird die zutreffende Entscheidung damit, dass für Erwachsene nach wie vor keine gesetzliche Helmpflicht existiert. Auch eine Obliegenheit zum Zwecke der Schadensminderung einen Fahrradhelm zu tragen, kommt nicht in Betracht für solche Radfahrer, die das Fahrrad lediglich als schlichtes Fortbewegungsmittel benutzen. Der von Haftpflichtversicherern oft erhobene Einwand eines prozentualen Mitverschuldens dürfte damit die Grundlage entzogen sein. Anders könnte dies allenfalls zu bewerten sein, wenn sportlich ambitionierte Radfahrer (Rennradfahrer) ohne Helm am Straßenverkehr teilnehmen. In diesem Fall, so das Gericht, kann von einer Obliegenheit zum Zwecke der Schadensminderung ausgegangen werden.

Autor:

Rechtsanwalt Felix Meißner LL.M., Fachanwalt für Versicherungsrecht

Kontakt:

www.anwalt-skm.de

meissner@anwalt-skm.de

 Tel.: 0521/17 72 70

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2 Kommentare zu „Kein Mitverschulden bei Radfahrern ohne Fahrradhelm“

  1. Jj sagt:

    Wollen wir mal hoffen, dass das mit der Nicht-Helmpflicht auch so bleibt:
    Das führt nur dazu, dass mehr Autos unterwegs sein werden.
    Kein Mensch klaren Verstandes setzt sich wegen 10 Minuten Radeln eine halbe Melone auf den Kopf, deren Schutzwirkung nur „herbeigebetet“ oder „herbeigeworben“ ist (vgl. hierzu verschiedenste Studien).
    Stattdessen wird dann mit dem Auto gefahren.

  2. AM40 sagt:

    Und das ist auch gut so. Die Geschwindigkeiten die mit einem Fahrrad erreicht werden, sind so gering, dass ein Helm tatsächlich keine Notwendigkeit besitzt. Außerdem lässt sich ein Fahrrad jederzeit beherrschen, was bei einem motorisierten Gefährt nicht möglich ist. Nur für sehr ängstliche Personen, die auch im alltäglichen Leben zwei linke Hände haben, ist so ein Helm ein nötiges Furchtpolster.

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