HCR Mustergebührenvereinbarung von HUK-COBURG wurde online gestellt

schadenfixbloggerVerfasser des Beitrages:
gelesen: 14553 , heute: 8 , zuletzt: 2. Dezember 2016

In der aktuellen, durchaus kontroversen Diskussionslage zu Gebührenvereinbarungen zwischen Rechtsschutzversicherern und Rechtsanwälten macht die HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung AG – wie vom Vorstandsmitglied Dr. Eberhardt im DAV-Forum Rechtsschutzversicherungen am 19.10.2011 angekündigt – einen weiteren Schritt im Rahmen ihrer Transparenzoffensive und stellt die HCR-Mustergebührenvereinbarung auf LawyersLife online.

weiter

Bookmark and Share
x

7 Kommentare zu „HCR Mustergebührenvereinbarung von HUK-COBURG wurde online gestellt“

  1. ra-hamburg sagt:

    Pflicht zur Isozertifizierung ist doch nur für große Anwaltsfirmen sinnvoll. Kleinere Kanzleien sind wohl als Ansprechpartner für RSV nicht mehr gewünscht

  2. erlo78 sagt:

    über den Inhalt mag man ja streiten aber soweit mir bekannt, ist das zum ersten Mal, das ein Rechtsschutzversicherer seine Vorrausetzungen für eine Parnterschaft a) veröffentlich und b) nicht an einen Verzicht auf Gebühren koppelt oder?

  3. Kollege S. sagt:

    Die HUK-Coburg fordert durchaus einen Gebührenverzicht.

    1,0 Gerschäftsgebühr statt 1,3 bzw. 1,5 (Punkt 3 der Vereinbarung); nahezu Ausschluss der Abrechnung vorgerichtlicher Tätigkeit in Arbeitsrechtssachen (Punkt 4), zudem Beschränkung des Gegenstandswertes dort; 19% Nachlass bei Betragsrahmengebühren (Punkt 5 der Vereinbarung).

    Ich frage mich gerade, wieso ein Anwalt diese Vereinbarung unterzeichnen sollte. Die HUK-Coburg sichert doch anscheinend noch nicht mal zu, dass dafür X Mandate vermittel werden. Letzteres wäre auch berufsrechtlich problematisch.

  4. RA Berf sagt:

    ISO-Zertifizierung! Wen ich das schon lese! Wer bietet die denn an? Doch meistens DEKRA oder versicherungsnahe Organisationen, so dass die mehreren hundert (oder Tausend?) Euro für so eine Zertifizierung dann über Umwege direkt in die Tasche fließen.
    Was sagt diese für Otto-Normal-Mandant aus? Nichts!
    Man soll also erst einmal zahlen und sich dann auch noch zu niedrigeren Gebühren verpflichten, ohne im Gegenzug irgendwelche Handhabe zu haben, tatsächlich auch Mandate vermittelt zu bekommen.
    Ein Schelm, der glaubt, damit Geld verdienen zu können, wenn er erst welches ausgeben muss! Erinnert an die Schneeballsysteme von Drückerkolonnen u. Dergl.

    Das ist m.E. reine Geldverschwendung. Dann können die Versicherer auch gleich ein „Spendenkonto“ für „notleidende“ Gesellschaften einrichten und zur Weihnachtsspende aufrufen.

    Wenn man das Geld, was man da sinnlos für Zertifizierungen und ähnlichen Unfug verpulvert, in Gebührenseminare investiert und die Gebühren, die einem zustehen, konsequent durchsetzt, verdient man Geld. Sonst verschenkt man es nur.
    Und wer von uns outet sich freiwillig, Geld zu verschenken zu haben (Darf sich melden, gebe meine Kontonummer 🙂 )

    RA Max-H. Berf

  5. Eberhard Maussner sagt:

    Man kann, nein man muss RA Berf in allen Punkten nur zustimmen.

    Das sind Taschenspielertricks, die von Versicherungsseite vorgeführt werden.

    Da darf man gespannt sein, was demnächst noch aus der Schublade geholt wird.

    Ich nenne das ganze Ansinnen der HCR nur noch „Theater“. „Kauf Dich bei uns ein, dann darfst Du mitspielen“. Dabei ist die HCR noch richtig vornehm, wenn man das Gebaren mit den Modalitäten in der APRAXA eG vergleicht, so wie diese kürzlich zu Ohren gekommen sind. Denn dort ist wirklich der „Einkaufspreis“ vorab zu leisten, um danach „mitspielen zu dürfen“, zu Konditionen, die denen der HCR-Gebührenvereinbarung weitgehend ähneln.

  6. edu88 sagt:

    Zertifizierung ist doch ein nicht verkehrt. Meiner Ansicht nach hat die Argumentation von folgendem Kollegen etwas für sich: http://www.lawyerslife.de/?p=997

  7. Eberhard Maussner sagt:

    Ad edu88:

    Wollen Sie bitte nennen, was die Argmentation des Kollegen unter p997 auf lawyerslife denn nun für sich haben soll. Es wurde dort ein Vortrag abgedruckt, den der genannte Kollege auf einer Veranstaltung der HUK-Coburg in Bamberg gehalten hat. Ein Schelm, der dabei überhaupt etwas denkt.
    Welcher Kollege macht sich als Kanzleiinhaber über die Postion seiner Kanzlei, über Akquisemassnahmen keine Gedanken? Dazu braucht es doch nicht erst formalisierte und dokumentierte „Prozesse“, wie Sie durch die DIN ISO 9001 vorgegeben werden. Lassen Sie sich doch einmal ein Handbuch vorlegen, in welchem die Zertifizierung nach DIN ISO 9001 für eine Anwaltskanzlei beschrieben ist, einschliesslich der Dartellung der internen Vorgehensweisen, beispielsweise der Darstellung der Mandatsannahme, der Fristeneintragung, der Fristenstreichung, etc., etc. Haben Sie Lust auf formalisierte jährliche Mitarbeitergespräche, Entwicklung von Mitarbeiterzielen und penible Dokumentation derartiger Dinge? Ist Zertifizierung und deren Aufrechterhaltung plötzlich wertvoller als zwei juristische Staatsexamina? Die Versicherungswirtschaft behauptet, dass das DIN ISO Zertifikat benötigt werde, um die Qualität eines Rechtsanwaltes bei seinen Mandanten offen zu legen. Wo leben wir denn? Haben unsere Standesvertreter versäumt, publik zu machen welcher Aufwand hinter den beiden juristischen Staatsexamina steht. Keinem von uns wurde dabei etwas geschenkt. Im Gegenteil, noch in der mündlichen Prüfung zum II. Staatsexamen wurde nach Kräften „gesiebt“. Ist in Vergessenheit geraten, dass des II. jur. Staatsexamen zum Richteramt befähigt? Müssen sich demnächst auf Wunsch der Versicherungswirtschaft auch noch Richter zertifizieren lassen, damit deren Entscheidung vom „Publikum“ als qualitativ hochwertig anerkannt werden?

Kommentieren

Sie müssen angemeldet sein, um kommentieren zu können.



college essay help writing write my essay.com essay for scholarship money purchase college essays online chemistry homework help online