Ersatz der Sachverständigenkosten

Dominik BachVerfasser des Beitrages:
gelesen: 25894 , heute: 6 , zuletzt: 8. Dezember 2016

Das Amtsgericht München kommt in seinem Urteil vom 01.06.2011 – Az: 335 C 2411/11 – zu dem Ergebnis, dass der Geschädigte zur Ermittlung des Schadensumfangs einen Sachverständigen hinzuziehen darf. Die hierfür anfallenden Kosten hat der Ersatzpflichtige als Nachfolgeschaden gemäß § 249 Abs. 2 Satz 1 BGB zu tragen. Es ist nicht zu beanstanden, dass der Sachverständige sein Honorar in Relation zur Schadenshöhe abrechnet. Allein dadurch, dass ein Sachverständiger eine an der Schadenshöhe orientierte angemessene Pauschalierung des Honorars vornimmt, überschreitet er die Grenzen zulässiger Preisgestaltung grundsätzlich nicht. Der Sachverständige ist auch berechtigt, ein Grundhonorar und weitere Nebenkosten geltend zu machen.

Der Geschädigte hat auch nicht gegen seine Schadensminderungspflicht verstoßen, da keinerlei Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass sich ihm eine Überhöhung der Gebühren des Sachverständigen hätte aufdrängen müssen. Er ist auch nicht verpflichtet, Preisvergleiche anzustellen, um einen möglichst günstigen Sachverständigen ausfindig zu machen

Bookmark and Share
x

1 Kommentar zu „Ersatz der Sachverständigenkosten“

  1. F-W Wortmann sagt:

    Es ist schon merkwürdig, dass trotz des klaren Wortlauts des BGH-Urteils vom 23.1.2007 – VI ZR 67/06 – (= BGH DS 2007, 144), in dem der VI. Zivilsenat festgestellt hat, dass nach einem Verkehrsunfall grundsätzlich ein in Relation zur Schadenshöhe berechnetes Sachverständigenhonorar als erforderlicher Herstellungsaufwand i.S.d. § 249 II BGB erstattet verlangt werden kann, immer wieder oder schon wieder auf die Abrechnung nach Stundensätzen gedrängt wird. Offenbar wollen die Versicherer erneut mit dem Kopf durch die Wand.

Kommentieren

Sie müssen angemeldet sein, um kommentieren zu können.



do my essays top ten essay writing websites term paper service site where one can hire someone to write a paper project management assignment help