Die „Aldisierung“ der Schadenregulierung

schadenfixbloggerVerfasser des Beitrages:
gelesen: 13816 , heute: 2 , zuletzt: 30. September 2016

„Wir sind der Ansicht, dass für den Geschädigten eine unabhängige Rechtsberatung genauso von fundamentaler Bedeutung ist wie eine unabhängige Schadenfeststellung als Basis einer fairen Schadenregulierung“

Jörg Elsner, Fachanwalt für Versicherungs- und Verkehrsrecht sowie Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV), stellte anlässlich des  5. AUTOHAUS-Schadenforums in Potsdam die Unfallschadenregulierung aus dem Blickwinkel eines Rechtsanwaltes dar. Generell könne man einen Schaden nach dem Minimal- oder dem Maximalprinzip abwickeln. Letzteres, nämlich „eindeutig das Maximalprinzip“, würden die Verkehrsanwälte vertreten, betonte Elsner.

„Rechtsanwälte bieten in der Schadenregulierung die besten Preise, da der, für den sie arbeiten, es nicht selbst bezahlt, sondern der hierfür auch leistungspflichtige Versicherer.“ Der Gesetzgeber habe durch  Rechtsdienstleistungsgesetz geradezu zu Kooperationen mit den Werkstätten aufgerufen. Elsner betonte, dass der Rechtsanwalt 100 Prozent der Schadenersatzansprüche des Geschädigten durchsetze. Es gelte das Prinzip der vollständigen Schadenregulierung: „Mit einem Verkehrsanwalt holen Sie mehr für sich und Ihre Kunden raus“, versuchte der DAV-Verkehrsrechts-Vorsitzende insbesondere auch den sehr zahlreich anwesenden Autohäusern und freien Werkstätten klar zu machen.

Unabhängige Rechtsberatung wichtig

Vehement griff Elsner die Versicherungen und deren Konzepte an, die es sich auf die Fahnen geschrieben hätten, zu jeder Zeit die Kosten zu minimieren. Elsner sprach hier wörtlich von der „Aldisierung“ der Schadenregulierung, die das Kerngeschäft der Marktteilnehmer bedrohe. „Wir sind der Ansicht, dass für den Geschädigten eine unabhängige Rechtsberatung genauso von fundamentaler Bedeutung ist wie eine unabhängige Schadenfeststellung als Basis einer fairen Schadenregulierung“, sagte der Fachanwalt, der damit u.a. auch für die Interessen der freien Sachverständigen mit eintrat. Elsner wies zudem auf den Haftungsaspekt hin: „Jede Rechtsberatung muss vollständig und richtig sein.“

„Es gab Zeiten, wo wir Audienzen gaben, heute empfinden wir uns als Dienstleister und gehen selbst in die Autohäuser.“

Autohäuser, Sachverständige und Werkstätten können sich nun auch kostenlos unter schadenfix.de registrieren.

Lesen Sie den vollständigen Bericht in der online Ausgabe des Autohaus.

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1 Kommentar zu „Die „Aldisierung“ der Schadenregulierung“

  1. micahel m. sagt:

    Bin völlig einverstanden mit Jörg Elsner. Er hat das sehr gut dargestellt.

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