Bagatellgrenze für die Einholung eines Gutachtens – Urteil des AG Saarbrücken vom 29.06.2012 – AZ: 42 C 81/12 (10)

Fachanwalt Verkehrsrecht
Spiegelhalter Rechtsanwaltskanzlei
66740 Saarlouis
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gelesen: 63947 , heute: 33 , zuletzt: 27. Mai 2017

Das Amtsgericht Saarbrücken hat in dem genannten Urteil mit Bezug auf die BGH-Rechtsprechung entschieden, dass der Haftpflichtversicherer die Kosten für ein Gutachten übernehmen muss, auch wenn der von dem Versicherer anerkannte und regulierte Schaden bei lediglich rund 600,00 € gelegen hatte.

Zum einen läge der von dem Sachverständigen kalkulierte Schaden in Höhe von 952,73 € brutto über der Grenze, die von der Rechtsprechung bei rund 700,00 € angesetzt werde. Hierbei sei auch unbeachtlich, dass der Versicherer auf Grund Kürzungen lediglich eine Schadenshöhe von 616,93 € anerkannt habe, da der Geschädigte auf die Schätzung des Sachverständigen vertrauen durfte.

Zum anderen sei hier aber auch aufgrund des Unfallhergangs das Risiko einer Schadenserweiterung gegeben gewesen. Auch aus diesem Grund habe der Geschädigte ein Sachverständigengutachten einholen dürfen.

Das Urteil im Volltext:

Urteil AG SB vom 29.06.2012

 

Über den Autor:

Rechtsanwalt Klaus Spiegelhalter ist Fachanwalt für Verkehrsrecht in Saarlouis. Rechtsanwalt Spiegelhalter hilft in allen Fragen des Verkehrsrechts insbesondere bei der unbürokratischen Unfallabwicklung (auch per Web-Akte), Bußgeld, Führerscheinproblemen, Punkten in Flensburg usw.

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